Professionell evakuieren

Das Wiener Traditionsunternehmen, Supervac Maschinenbau GmbH, stellt Maschinen zum Evakuieren her. Was sich zunächst nach einer Maßnahme zum Katastrophenschutz anhört, ist tatsächlich etwas ganz anderes.

Highlights hat hinter die Kulissen des Unternehmens geblickt.

Von A bis Z
Die Vorstellungen von einem weltweit agierenden Unternehmen kann man bei Supervac sofort widerlegen. Hier sucht man vergeblich nach riesigen Produktionshallen, meterlangen Fließbändern und eintönigen Arbeitsabläufen. Jeder Mitarbeiter in der Montage fertigt alleine eine Maschine vom ersten bis zum letzten Schritt. Verwendet werden dabei auch Bänder von Habasit.

Die Produktionsstätte in der österreichischen Hauptstadt Wien ist überraschend klein. Jeder Mitarbeiter fertigt eine Maschine von A bis Z alleine und macht sie damit zu seinem ganz persönlichen Projekt. „Bis zur letzten Qualitätsprüfung greift niemand in die Fertigung ein“, so der Produktionsleiter, der auf die Fähigkeiten jedes Einzelnen vertraut.

Beim Prozess des Evakurierens wird die Kunststoffverpackung mit dem zu evakuierenden Produkt in ein Vakuum versetzt und der Inhalt dadurch haltbar, beziehungsweise steril verpackt. In gewisser Weise ist es sozusagen das Schützen vor Bakterien und anderen Umwelteinflüssen. Die Luft wird dabei soweit entzogen, dass Weltraumstandards erreicht werden. Vor allem in der Lebensmittelindustrie ist diese Vorgehensweise Stand der Technik.

Im Takt bleiben
Viele kennen von Zuhause die Variante mit dem Staubsauger und Vakuumbeutel zum Einwintern der Kleider. Was oft nur etwas mühsam funktioniert, scheint bei Supervac ein Kinderspiel zu sein. Auf einem ungefähr drei Meter langen Gewebeband von Habasit werden die Produkte transportiert. Hierfür müssen bestimmte Qualitätsstandards erfüllt werden. Supervac stellt Maschinen mit hohen Ansprüchen her. Da die meisten Anlagen für die Verpackung von Lebensmitteln eingesetzt werden, gelten höchste Hygienestandards. Aus diesem Grund werden einerseits die Evakuierungsgeräte aus rostfreiem Edelstahl hergestellt und andererseits entsprechen auch die Bänder von Habasit den Anforderungen der Lebensmittelindustrie.

Je nach Kundenbedarf werden auch speziell verarbeitete Bänder zum Einsatz gebracht. So etwa werden in den Anlagen häufig Gewebebänder mit integrierten Metallplättchen eingebaut. Die Plättchen sind in regelmäßigen Abständen in das Bandmaterial eingearbeitet und ermöglichen das Takten. Das Band stoppt sobald ein Plättchen im Detektor anschlägt, der Evakuierungs-Prozess beginnt. Danach läuft das Band weiter bis das nächste Plättchen anzeigt, dass erneut ein Produkt korrekt positioniert ist.

Die Bänder von Habasit bringen die Produkte bereits in einem Plastikbeutel in die Kammer, in der die Luft entzogen wird. In zirka 20 Sekunden stellt die Maschine ein Vakuum in der Kammer her und verschweißt die Verpackung, sodass kein Sauerstoff mehr eindringen kann. Bei diesem Vorgang wird die Haltbarkeit von Lebensmitteln vervielfacht, da die meisten Zersetzungsprozesse Sauerstoff benötigen. Den Bakterien wird wortwörtlich die Luft zum Atmen genommen.

Nachbarschaftspflege
Dabei ist Supervac der Marktführer in Sachen Technologie und Innovation. Vor ungefähr einem halben Jahrhundert hat das Unternehmen in Wien seinen Anfang gefunden und arbeitet seither stetig an der Weiterentwicklung der Maschinen. Fast genauso lange greift die Firma auch schon auf Bänder von Habasit zurück.

Nicht nur die lange Zusammenarbeit und die räumliche Nähe verbinden Habasit und Supervac, sondern auch die Bindung zu den Mitarbeitern. Im Durchschnitt braucht ein neues Teammitglied in der Produktion bei Supervac ein halbes bis dreiviertel Jahr, bis alle Schritte zur Herstellung einer Maschine sitzen. Nach dieser Zeit fertigt jeder Einzelne seine eigene Vakuumverpackungsanlage.

Habasit Österreich und Supervac sind quasi Nachbarn, zwischen den beiden Firmensitzen in Wien liegen nur wenige Kilometer. Dieser Faktor ist besonders von Vorteil, wenn kurzfristig Bänder benötigt werden. Für beide Unternehmen ist Service besonders wichtig, und so wird gemeinsam schnell und unkompliziert gehandelt, damit Kunden im Ernstfall bei Maschinenstillstand möglichst rasch wieder ihre Produktion aufnehmen können. Nicht zuletzt wegen dieser Gemeinsamkeiten ist die langjährige Zusammenarbeit ein Vorzeigebeispiel für Nachbarschaftspflege mit globalen Auswirkungen. (CW)

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