Klein aber flexibel – die Vorteile der Nischenfertigung

Größer ist nicht immer besser, sagt Marcus Mölkner, Head of Group Manufacturing bei Habasit. Auf einem Markt, auf dem immer mehr Produkte bei atemberaubenden Geschwindigkeiten in Massen produziert werden, ist kaum Platz für Nuancen. Dennoch ist es genau das, was Marcus Mölkner an der Produktionsstätte im britischen Bingley schätzt.

Mit ca. 40 Mitarbeitern, von denen viele bereits mehr als 25 Jahre im Unternehmen tätig sind, produziert der Standort in Bingley jährlich hunderttausende Quadratmeter Gewebebandmaterial. Dennoch ist es eher die Qualität als die Quantität der Arbeit, die den Standort zu etwas Besonderem macht.

Die richtige Nische finden

„Unsere Möglichkeiten sind recht umfangreich", erklärt der UK Plant Manager, Mike Tyler. „Meist produzieren wir Nischenprodukte in kleineren Mengen, die sich auf größeren Anlagen nicht günstig herstellen lassen. Unsere Prozesse sind voneinander unabhängig, so können wir die Produkte auf unterschiedliche Weise herstellen und gezielt und flexibel durch das Werk lenken. Aus Sicht der Produktentwicklung kann das recht nützlich sein."

Das Werk in Bingley kann somit selbst geringe Mengen wie 50-100 Meter eines bestimmten Bandmaterials effizient und rentabel herstellen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Beschichten von Polyestergeweben mit thermoplastischem Polyurethan (TPU). Es werden jedoch auch andere Polymere wie TPOs und Polypropylen verwendet und zudem Silikonbänder produziert.

Mit umfassenden Möglichkeiten, die Prozesse anzupassen, werden im Werk regelmäßig 350-400 Bandtypen in unterschiedlichen Breiten gefertigt. Mike Tyler erklärt, dass es für das Werk wichtig ist, das Auf und Ab der Umsätze der verschiedenen Produkte im Blick zu haben. Kürzlich noch beliebte Bänder werden morgen vielleicht nicht mehr nachgefragt. Das Aufnehmen neuer Bandtypen und Weglassen anderer, die nicht mehr gefragt oder kosteneffizient sind, macht das Werk in seinem Bereich zum Spitzenreiter. Dank der einzigartigen Flexibilität kann rasch auf Veränderungen am Markt reagiert und maßgefertigtes Bandmaterial erzeugt werden. Dabei kann es sich auch um geringfügige Änderungen z.B. der Farbe, der Oberflächenbehandlung oder der Struktur handeln.

„Wenn ein Verkaufspotential besteht, die Mengen aber zunächst klein sind, sind wir in der Lage, Produkte speziell für diese Anwendung zu entwickeln", so Mike Tyler.

Die Evolution des Erfolgs

Der Standort in Bingley befand sich ursprünglich im Eigentum des Unternehmens Charles Walker und wurde 2001 von Habasit übernommen. Um das Werk auf die hohen Fertigungsstandards von Habasit zu bringen, wurden seither beträchtliche Investitionen in die Infrastruktur getätigt. Für eine angenehmere Arbeitsumgebung wurden Beleuchtung und Belüftung verbessert und die Infrastruktur des Gebäudes wurde angepasst, um die Arbeitsabläufe zu optimieren. Auch wenn die Erneuerung 2015 abgeschlossen wurde, sieht sie Mike Tyler als fortlaufenden Prozess, bestehend aus der Schulung der Mitarbeiter und dem Bestreben, stets auf dem neuesten Stand der Produktionstechnologie zu sein.

Es ist diese Bereitschaft zur Veränderung und die hohe Flexibilität, die Bingley großen Erfolg gebracht hat.

„Unser Ansatz ist nicht der revolutionäre Wandel", erklärt Mike Tyler, „sondern der evolutionäre." (ST)

Marcus MölknerHead of Group Manufacturing

Mike TylerPlant Manager

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